Mindestanforderungen

2023-03-08 15:19:47 By : Ms. Niki Ning

Es gibt viele Möglichkeiten Veranstaltungen nachhaltig durchzuführen. Das sind die Mindestanforderungen an nachhaltige Veranstaltungen in Österreich. Dazu gibt es eine Übersicht weiterer Maßnahmen, die auf Ihre kreative Umsetzung warten.

Ein Engagement für nachhaltige Feste und Events führt zu echten Win-Win -Situationen: die Umwelt wird geschont, Kosten werden gespart und die Besucherinnen sowie Besucher profitieren von diesem Engagement . Wie Maßnahmen aus den unten genannten Themengebieten umgesetzt werden können, zeigen wir anhand von Beispielen aus der Praxis. Stöbern Sie in den zahlreichen Beispielen von nachhaltig organisierten Veranstaltungen und finden Sie neue Ideen, um Ihre Veranstaltung noch attraktiver zu gestalten.

Das Netzwerk Green Events Austria bestehend aus dem Bundesministerium für Klimaschutz, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) sowie Vertreterinnen und Vertretern aller österreichischen Bundesländer und deren regionalen Green Event Initiativen beschloss am 7. März 2018 in Salzburg „Mindestanforderungen an nachhaltige Veranstaltungen in Österreich“. Damit soll ein österreichweit einheitlicher Mindeststandard in der Organisation und Durchführung von Green Events etabliert werden.

Im Folgenden finden Sie die Mindestanforderungen an nachhaltige Veranstaltungen in Österreich und weitere Maßnahmenvorschläge geordnet nach den Green Events Themen.

Der Veranstaltungsort soll mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bahn, Bus, U-Bahn, Straßenbahn), zu Fuß und/oder mit dem Fahrrad gut erreichbar sein. Die Veranstalterinnen und Veranstalter achten bei der Planung und Durchführung der Events auf eine klimaschonende An- und Abreise der Gäste und kommunizieren dies rechtzeitig in entsprechender Form. Ist der Veranstaltungsort öffentlich nicht erreichbar, sollen umweltfreundliche Alternativen wie Shuttledienste, Fahrradtaxidienste, Anrufsammeltaxis, Fahrgemeinschaften oder Mitfahrbörsen angeboten und jedenfalls beworben werden.

Die Veranstalterinnen und Veranstalter verwenden im Rahmen der Veranstaltung überwiegend saisonale und regional produzierte Lebensmittel und Getränke. Vorzugsweise sollen biologisch produzierte Produkte verwendet werden. Nicht regionale Lebensmittel wie Kaffee, Tee, Kakao und Schokolade werden soweit verfügbar aus fairem Handel bezogen. Mindestens ein vegetarisches oder veganes Hauptgericht wird bei der Veranstaltung angeboten.

Angebot von Leitungswasser oder Trinkbrunnen

Getränke werden in Mehrweggebinden (Fässern, Containern , Zapfanlagen, Mehrwegflaschen) eingekauft, sofern die jeweilige Getränkeart am Markt ausreichend verfügbar ist. Für den Getränkeausschank an die Gäste werden ausschließlich Porzellantassen, Gläser oder Mehrwegkunststoffbecher verwendet. Leitungswasser wird nach Verfügbarkeit angeboten und entsprechend kommuniziert. Für die Ausgabe von Speisen wird ausschließlich Mehrweggeschirr verwendet. In Ausnahmefällen (sicherheitspolizeiliche Bestimmungen, Verfügbarkeit) können Pappteller sowie Schüsseln aus nachwachsenden Rohstoffen verwendet werden. Einmalportionsverpackungen für Kaffee (Kaffeepads und -kapseln) werden nicht verwendet. Andere Einmalportionsverpackungen für beispielsweise Milchprodukte, Ketchup oder Senf sind tunlichst zu vermeiden.

Bei der Veranstaltung sind in allen Veranstaltungsbereichen (Gäste- /Gastronomiebereich sowie „Back Stage “) die jeweils anfallenden Abfallarten unter Berücksichtigung des regionalen Abfalltrennsystems zu sammeln. Entsprechend gekennzeichnete Behältnisse sind nach Art und Menge beispielsweise für Restmüll, Papier, Glas-, Metall- und Kunststoffverpackungen, Altspeisefett und -öl, Speisereste zur Verfügung zu stellen.

Sämtliche veranstaltungsrelevanten Druckwerke (Einladungen, Dokumentationen, Poster, etc.) sind nach dem Prinzip des minimalen Ressourcenaufwands angefertigt: doppelseitige Kopien, Ersatz durch elektronische Datenträger, Mail-Services, Internet, Apps, mobileticketing , Verwendung von Recyclingpapier, etc..

Die Veranstalter achten auf einen effizienten Einsatz von Wasser, Strom, Wärme und die Verwendung umweltfreundlicher Materialien. Nach Möglichkeit werden Strom, Wärme aus erneuerbaren Quellen beziehungsweise Eigenversorgung (beispielsweise Photovoltaik) und wassersparende Sanitäreinrichtungen (zum Beispiel Spülstopptaste) verwendet.

Veranstalterinnen und Veranstalter achten auf die Barrierefreiheit der Veranstaltung und des Veranstaltungsortes. Barrierefreie Angebote für Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit zum Beispiel Mobilitäts-, Hör- oder Seh-Beeinträchtigungen werden zum frühest möglichen Zeitpunkt kommuniziert.

Die Veranstalterinnen und Veranstalter kommunizieren den beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Lieferanten und Partnern zum Beispiel bei Meetings oder Mailings frühzeitig die Green Event Maßnahmen der Veranstaltung. Auch den Teilnehmerinnen und Teilnehmern und der Öffentlichkeit sollen frühzeitig die Green Event Maßnahmen der Veranstaltung zum Beispiel in der Einladung oder im Programm kommuniziert werden. Während der Veranstaltung wird deutlich kommuniziert, dass die Veranstaltung als Green Event durchgeführt wird.