Am 30.11.2022 hat TenneT die Planfeststellungsunterlagen für den südlichsten Abschnitt von SuedOstLink bei der Bundesnetzagentur zur Genehmigung eingereicht. Damit beantragt TenneT nicht nur den konkreten Leitungsverlauf im Raum Landshut und den Konverter-Standort in der Gemeinde Niederaichbach, sondern stellt auch die Weichen für den Bau.
Tim Meyerjürgens, COO von TenneT, betont die Bedeutung des Projekt-Meilensteins: „SuedOstLink kommt nun in Bayern auf die Zielgerade. Nach sorgfältiger Prüfung aller Belange und im konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten haben wir den Standort für die Konverter sowie den detaillierten Leitungsverlauf entwickelt, sodass wir von einem raschen Genehmigungsverfahren ausgehen. Im kommenden Jahr werden wir für alle weiteren Planungsabschnitte die abschließenden Unterlagen bei der Bundesnetzagentur einreichen. Auch die ersten Erdkabel lagern bereits in Regensburg und wir führen schon Gespräche mit Grundstückseigentümern, damit SuedOstLink ab 2027 Bayern mit grünem Strom aus nord- und ostdeutscher Windenergie versorgt.“
Auch Staatsminister*in Dr. Herrmann, MdL, bekräftigt die Bedeutung des Projekts für die bayerische Stromversorgung: „Der SuedOstLink ist die Stromautobahn für die Zukunft unseres Landes. Sicherer, umweltfreundlicher und bezahlbarer Strom ist für alle Lebensbereiche ein unverzichtbares Gut, das wir mit höchster Priorität sicherstellen müssen. Der Schlüssel für die Energiewende und ein klimaneutrales Bayern sind Erneuerbare Energien, die im Norden Deutschlands, mit großem Zuwachs aber auch heimatnah erzeugt werden. Dreh- und Angelpunkt ist immer ein leistungsfähiges Infrastrukturnetz, das „Nervensystem“ jeder modernen Industriegesellschaft. Wir sind im engen Austausch mit allen Beteiligten, damit Stromleitungsprojekte bürgerfreundlich und naturverträglich gestaltet werden. Eine nachhaltige Stromversorgung bedeutet ein starkes Bayern mit Tradition und Zukunft.“
Im Rahmen einer Podiumsdiskussion diskutierten TenneT und Staatsminister Dr. Florian Herrmann mit Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Kommunen, der IHK Niederbayern, der vbw – Vereinigung der bayerischen Wirtschaft e.V. – sowie Abgeordneten aus Bundes- und Landtag über den dringend notwendigen Netzausbau in Bayern. Gleichzeitig enthüllten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein maßstabsgetreues Modell des geplanten Konverters.
Mit der Einreichung der Planfeststellungsunterlagen für den südlichsten Abschnitt von SuedOstLink beantragt TenneT konkret, wo die Erdkabelleitung im Raum Landshut südlich der Autobahn A92 verlaufen soll. Ebenso legt sich TenneT auf einen Konverter-Standort in der Nähe des Solarparks Niederaichbach fest. Die Konverter wandeln den Gleichstrom in Wechselstrom um. Die Wechselstrom-Anbindungsleitung zwischen Konverter-Standort und der nahgelegenen Schaltanlage ISAR beantragt TenneT ebenfalls als Erdkabel und setzt damit einen Wunsch der betroffenen Gemeinden um.
Aktuell prüft die Bundesnetzagentur die eingereichten Unterlagen. Im Anschluss werden die Eigentümer sowie Träger öffentlicher Belange konsultiert. Danach erteilt die Bundesnetzagentur die Genehmigung für den Bau der Leitung. Da die aktuellen Planungen bereits auf zahlreichen Abstimmungen im laufenden Genehmigungsprozess basieren, erwartet TenneT eine Bestätigung des vorgeschlagenen Trassenverlaufs und Konverterstandortes. Die Gespräche mit Eigentümerinnen und Eigentümer zur Sicherung von Grunddienstbarkeiten laufen bereits. TenneT geht davon aus, dass der Bau Anfang 2024 beginnen kann.
SuedOstLink ist eine geplante Gleichstrom-Leitung bestehend aus zwei Vorhaben. Das Vorhaben 5 verläuft zwischen Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt und ISAR bei Landshut in Bayern. Das Vorhaben 5a verläuft zwischen Klein Rogahn in Mecklenburg-Vorpommern und ebenfalls ISAR bei Landshut in Bayern. SuedOstLink transportiert Strom aus Windenergie vom Norden und Osten Deutschlands in den Süden. TenneT plant und baut den bayerischen Teil der Leitung vollständig als Erdkabel. Die Übertragungskapazität für jedes der beiden Vorhaben von SuedOstLink umfasst jeweils zwei Gigawatt. Insgesamt werden in Bayern auf einer Strecke von rund 270 km vier Erdkabel verlegt. Im Jahr 2027 soll das Vorhaben 5 und im Jahr 2030 das Vorhaben 5a in Betrieb gehen.
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